Gesundheitsprüfung für die private Krankenversicherung
Dank der Beihilfe des Dienstherren ist es für Beamte möglich eine private Krankenversicherung zu sehr guten Konditionen abzuschließen. Damit profitieren sie von einer optimalen Gesundheitsversorgung mit hervorragenden Leistungen. Bevor jedoch der Vertrag abgeschlossen werden kann, muss zunächst eine Gesundheitsprüfung durchlaufen werden. Diese kann zwar Auswirkungen auf die Versicherung haben, ist aber in den meisten Fällen nicht so schlimm wie es der Name vielleicht erwarten lässt.
Gesundheitsprüfung: Das erwartet Sie
Bei der Gesundheitsprüfung zum Eintritt in die private Krankenversicherung handelt es sich einfach gesagt um einen Fragenkatalog, der wahrheitsgemäß ausgefüllt werden muss. Die Fragen decken dabei die gesamte Krankengeschichte ab. Das umfasst sowohl chronische Erkrankungen als auch Erkrankungen, die in den letzten Jahren aufgetreten sind.
Tipp: Wenn Sie sich bei einigen Fragen nicht sicher sind, füllen Sie die Fragen gemeinsam mit Ihrem Hausarzt aus.
Im Anschluss an die Gesundheitsprüfung entscheidet der Versicherer, ob er mit Ihnen einen Vertrag abschließen möchte und zu welchen Konditionen das geschieht. Bei bestimmten Vorerkrankungen ist es beispielswiese möglich, dass einige Leistungen ausgeschlossen werden oder ein Risikozuschlag verlangt wird.
Hinweis: Beamte profitieren nicht nur direkt, sondern auch indirekt vom finanziellen Aspekt der Beihilfe. Durch diese Sicherheit kommt es bei ihnen seltener vor, dass sie von Leistungen ausgeschlossen werden.
Mit diesen Fragen sollten Sie rechnen
Der genaue Fragenkatalog hängt vom jeweiligen Versicherungsanbieter ab, sodass er sich bei unterschiedlichen Versicherungen im Detail unterscheiden kann. Dennoch gibt es einige Standardfragen, mit denen Sie rechnen können. Typische Themen für Fragen sind zum Beispiel:
- Angaben zu Körpergröße und Gewicht
- Nehmen Sie Medikamente ein?
- Rauchen Sie?
- Angaben zu früheren und derzeitigen Erkrankungen, inklusive Suchterkrankungen und psychischen Erkrankungen
- Angaben, ob derzeit oder früher eine Krebserkrankung vorlag
- Angabe, ob eine HIV-Erkrankung vorliegt
- Welche stationären oder ambulanten Behandlungen sind erfolgt?
- Welche stationären oder ambulanten Behandlungen sind empfohlen?
Neben den Informationen zum gesundheitlichen Zustand, ist für die Versicherer auch folgende Angabe wichtig:
- Gab es bereits zuvor abgelehnte Anträge auf Aufnahme in andere private Krankenversicherungen? Wurde ein bereits existierender Vertrag mit einer anderen privaten Krankenversicherung vom Versicherer gekündigt beziehungsweise beendet?
Wenn eine der Fragen mit ja beantwortet wird, dann erfolgen in der Regel noch genauere Nachfragen. Diese umfassen zum Beispiel den Zeitraum einer erfolgten Behandlungen oder einer Erkrankung. Bei Unfällen sollten auch Angaben zu den vorhandenen Verletzungen erfolgen. Zudem wollen einige Versicherer auch detailliertere Informationen zu den erfolgten Behandlungen und konsultierten Ärzten haben.
Wahrheitsgemäße Angaben sind enorm wichtig
Bei allen Fragen sollten Sie darauf achten, dass sie möglichst vollständig und vor allem wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei falschen Angaben muss damit gerechnet werden, dass diese früher oder später ans Licht kommen. Das kann teilweise erhebliche Folgen haben. Im schlimmsten Fall hat der Versicherer das Recht den Vertrag aufzulösen. In weniger gravierenden Fällen kann es sein, dass ein Risikozuschlag eingefordert oder Leistungen gekürzt werden.
Wichtig: Sie sind dazu verpflichtet alle Fragen vollständig und richtig zu beantworten, da es sich um eine vorvertragliche Anzeigepflicht handelt.
u. v. m. im Vergleich!